Ratgeber / Gesundheit, Schönheit

Sprechstunde: Lästigen Fusspilz bekämpfen

25.05.2020 / von 

«Fast jeden Sommer bekomme ich aufs Neue Fusspilz. Warum ist das so und was kann ich dagegen tun? Welche vorbeugenden Massnahmen können Sie empfehlen?»

Bei Fusspilz handelt es sich um einen Hautpilz, der sich von Hornsubstanz ernährt. Er ist darum vor allem an den Füssen anzutreffen. Typische Anzeichen sind Juckreiz und sich ablösende Haut, insbesondere zwischen den Zehen. Es gibt aber verschiedene Arten von Fusspilz und dementsprechend unterschiedliche Symptome. So gehören auch kleine Risse, ein sonderbarer Geruch, Bläschenbildung, sehr trockene und schuppende Haut sowie nässende oder gerötete Stellen zu den möglichen Erscheinungsformen.

Der richtige Schutz ist wichtig

Hitze und Feuchtigkeit fördern die Fusspilzbildung. Daher ist die Sommerzeit prädestiniert dafür, wie auch die Badi, Sauna, Garderobe oder Dusche des Fitnesscenters. Es handelt sich um einen ansteckenden Pilz, der durch infizierte Hautschuppen übertragen wird. Der richtige Schutz ist darum wichtig. Benutzen Sie an den genannten Orten immer eigene Badeschlappen. Trocknen Sie nach dem Duschen Ihre Füsse gründlich, idealerweise mit einem separaten Tuch oder einem Einweg-Papierhandtuch. Da Schwitzen ebenfalls ein Risikofaktor ist, sollte man möglichst auf geschlossene, nicht luftdurchlässige Schuhe verzichten und für trockene, «gut belüftete» Füsse sorgen.

Carole Dobler
Für die richtige Behandlung muss immer der individuelle Fall betrachtet werden.

Carole Dobler

Dipl. Drogistin HF

Wenn Sie bereits einen Befall hatten, können Sie sich selbst wieder anstecken. Daher rate ich in solchen Fällen, die Schuhe zu desinfizieren oder zu waschen und sie oft zu wechseln. Die Socken sollten bei mindestens 60° C gewaschen werden, am besten separat und mit einem pilzbekämpfenden Wäschespüler.

Bei Fragen zur Prävention und Behandlung betrachte ich mir immer den individuellen Fall. Liegt bereits ein Befall vor, empfehle ich je nach Intensität einen Spray oder eine Salbe mit einem pilztötenden Wirkstoff. Es ist wichtig, dass das empfohlene Medikament lange genug angewendet wird. Das heisst: bis die Symptome weg sind und dann fünf bis sieben zusätzliche Tage, da die Pilze bis tief in die Haut reichen. Sollte der Fusspilz immer wieder auftreten, empfiehlt sich eine Konsultation beim Arzt. Dies gilt auch, wenn ein Diabetes oder eine Immunerkrankung vorliegt.

Bereiten Sie ein Fussbad zu. Geben Sie dafür je drei Tropfen Thymian-, Teebaum- und Lavendelöl in eine Portion Kaffeerahm und setzen Sie dies dem Wasser zu. Lassen Sie Ihre Füsse für zehn Minuten in dieser Mischung aus antimykotischen Pflanzenölen, das unterstützt die Heilung!