Dienstleistung

Pille-Danach-Beratung

Einmal die Pille vergessen, ein geplatztes Kondom: Aus einer Panne bei der Verhütung kann das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft entstehen. Die «Pille danach» aus der Apotheke hilft, zusammen mit der richtigen Beratung, das Risiko zu minimieren.

Wie wirkt die «Pille danach»?

Die Notfallverhütung in Form der «Pille danach», wie die Tablette im Volksmund heisst, senkt das Risiko einer Schwangerschaft um bis zu 95 %. Das geschieht, indem der Wirkstoff in der Pille die Empfängnis verzögert. Entsprechend handelt es sich bei der «Pille danach» nicht um einen Schwangerschaftsabbruch, sondern um eine Verschiebung des Eisprungs. Die Pille wirkt am besten, wenn Betroffene sie baldmöglichst nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen. Eine Einnahme ist aber bis fünf Tage danach möglich.

 

Wie erhalte ich die «Pille danach»?

Die «Pille danach» erhalten Sie rezeptfrei in all unseren Apotheken. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, aber ein Beratungsgespräch zwingend vorgeschrieben. Mittels eines Fragebogens prüft die Apothekerin oder der Apotheker, ob eventuell gesundheitliche Risiken bestehen und ob die Einnahme der Pille sicher ist. Das Gespräch findet in einem separaten Raum und im vertraulichen Rahmen statt, für höchste Diskretion ist gesorgt.

Die anwesende Fachperson berät Sie zudem ausführlich bezüglich der Wahl der Pille, ihrer Wirkung und möglicher Nebenwirkungen. Die Einnahme muss direkt in der Apotheke erfolgen.

 

Welche Nebenwirkungen hat die «Pille danach»?

Nebenwirkungen sind eher selten und nicht schwerwiegend. Die Einnahme der «Pille danach» kann zum Beispiel den persönlichen Zyklus etwas verschieben – je nach Präparat um einige Tage nach vorne oder nach hinten. Manche Frauen berichten von Kopfschmerzen, etwas Übelkeit oder Regelschmerzen. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker steht Ihnen bei Fragen während des Beratungsgesprächs zur Verfügung.

 

Vorsicht trotz der «Pille danach»

Die Notfallverhütung wirkt nur bezüglich des bereits stattgefundenen Geschlechtsverkehrs. Sie entspricht also keiner generellen Verhütung für den Rest des Zyklus. Sollten Sie erneut Geschlechtsverkehr haben, müssen Sie ganz normal verhüten. Bedenken Sie, dass keine Verhütungsmassnahme hundertprozentig vor einer Schwangerschaft schützen kann.

Wichtig ist auch: Die «Pille danach» schützt nicht vor Geschlechtskrankheiten. Im Falle eines gerissenen Kondoms beim Sex mit einem neuen Partner sollten Sie sich womöglich auch auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.