Ratgeber / Kind & Familie, Gesundheit

Leichter Genuss für heisse Tage

24.07.2020 / von 

Frisch und kühl: Leichte Gerichte schmecken im Sommer besonders lecker. Aber nicht nur das, in der richtigen Mischung ersparen sie dem Körper auch einiges an Arbeit.

Käsefondue, Braten oder Älplermagronen: Was im Winter ein Festessen ist, kommt im Sommer eher selten auf den Tisch. Zu schwer, finden die meisten. Doch warum schmecken uns die deftigen Gerichte im Sommer nicht so gut, und warum haben wir plötzlich mehr Lust auf Salat, Früchte oder Rohkost? Anlass dafür sind die Temperaturen. Gemäss Untersuchungen hängt der Energieverbrauch unseres Körpers von der Aussentemperatur ab. Ist diese tief wie im Winter, ist es für den Organismus ein ziemlicher Kraftakt, die Körpertemperatur konstant bei 37 Grad Celsius zu halten. Um das zu schaffen, verbraucht er Kalorien. Je höher das Thermometer klettert, umso weniger muss sich unser Körper anstrengen. Die Folge: Wir verbrauchen weniger Energie und haben auch weniger Hunger. Menschen in südlicheren Ländern verbrauchen sogar rund 10 Prozent weniger Energie am Tag als Menschen, die im Norden leben.

Kreislauf und Verdauung entlasten

Die Lust auf leichte Kost im Sommer ist zudem ein cleverer Schutzmechanismus unseres Körpers. Zu fettiges oder heisses Essen ist schwer verdaulich und belastet bei Hitze den Kreislauf zusätzlich. Um die Verdauungsarbeit zu erleichtern, isst man idealerweise fünf bis sechs kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Etwas Vorsicht ist bei Rohkost geboten, die im Sommer vermehrt auf unserem Speiseplan steht. Zu viel davon kann für den Körper eine Herausforderung sein und zu Blähungen oder Unwohlsein führen. Der Grund: Unser Verdauungstrakt hat mit Ungekochtem mehr zu tun als mit Lebensmitteln, die erhitzt wurden. Beim Kochen wird die Zellstruktur der Lebensmittel aufgebrochen, die Nährstoffe sind leichter verfügbar und die Verdauung wird einfacher. Ideal für den Körper ist darum die Mischung aus Rohem und Verarbeitetem. Geeignete Zutaten für Sommer­mahlzeiten sind Gemüse, Früchte, mageres Fleisch, Fisch, Reis, Getreide wie Weizen, Hirse und Dinkel, fettarmer Joghurt oder Quark. Mit wasserhaltigen Gemüse- und Früchte­sorten wie Gurken, Tomaten, Blattsalaten, Melonen, Aprikosen oder Erdbeeren unterstützt man zu­sätzlich den Flüssigkeitshaushalt.