Gerade im Sommer ist die Schutzfunktion der Haut besonders gefordert: Sonnenstrahlen oder kleine Verletzungen können sie belasten. Zum Glück gibt es auch Naturheilmittel und Hausrezepte, welche die Haut beim Regenerieren unterstützen können.
Unsere Haut ist ein erstaunliches Schutzorgan. Sie besteht aus drei Schichten, der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subkutis). Gemeinsam schützen sie den Körper vor äusseren Einflüssen.
Sonne: Sonnenbrand vorbeugen
Ein vernünftiges Mass an Sonnenlicht stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung, erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit und tut ganz einfach der Seele gut. Doch zu viel Sonne kann schaden: UVA- und UVB-Strahlen dringen in die Haut ein und können Sonnenbrand, Sonnenallergie, vorzeitige Hautalterung oder im Extremfall Hautkrebs verursachen. Ein auf den Hauttyp abgestimmter Sonnenschutz ist daher unverzichtbar. Dieser sollte 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden und alle zwei bis drei Stunden – oder nach dem Baden oder starkem Schwitzen – erneut aufgetragen werden.
Ein Sonnenbrand erfordert eine sorgfältige Behandlung, insbesondere kühlende Kompressen und feuchtigkeitsspendende Lotionen können die Haut beruhigen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Heilungsprozess. Betroffene Hautpartien sollten vor direktem Sonnenlicht geschützt werden.
Schürfwunden: Klein und pflegebedürftig
Kleine Verletzungen wie Schürfwunden sind im Sommer schnell passiert. Die richtige Behandlung der oberflächlichen Verletzung unterstützt die Heilung und verhindert Infektionen.
Zuerst sollten Schürfwunden sanft mit Wasser oder steriler Kochsalzlösung gereinigt werden. Verschmutzte Wunden müssen nach der gründlichen Reinigung desinfiziert werden. Grössere oder nässende Wunden sollten mit feuchten Auflagen beispielsweise mit Hydrokolloidgel geschützt werden.
Die Schürfung feucht zu halten, kann die Heilung zusätzlich begünstigen. Dadurch entsteht weniger Schorf, die Haut spannt weniger und das Risiko einer Narbenbildung wird reduziert. Meist heilen Schürfwunden innerhalb von zwei Wochen ab. Spezielle Pflaster können regenerierend auf das Gewebe wirken und die Bildung von Narbengewebe verhindern.
Sonnenbrand – Joghurt oder Quark
Zutaten: Joghurt oder Quark
Anwendung: Joghurt direkt auf die betroffenen Stellen auftragen und 10 Minuten einwirken lassen.
Wirkungsweise: Die feuchte Kälte wirkt kühlend, schmerzlindernd und abschwellend.
Schürfwunden – Kamillen-Umschläge
Zutaten: 1 TL Kamillenblüten*, 2 dl Wasser
Zubereitung: 1 TL Kamillenblüten mit 2 dl kochendem Wasser angiessen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und absieben.
Anwendung: Gaze mit dem Tee tränken und Wunde abwaschen oder einen Umschlag anbringen.
Wirkungsweise: Die Kamille hat eine entzündungshemmende Wirkung und ist wundheilungsfördernd.
Haltbarkeit: Sofort verwenden
*Vorsicht: Zubereitungen aus Kamillenblüten sind bei einer Überempfindlichkeit – auch gegen andere Korbblütler – nicht ratsam.
Krankheitssymptome können unterschiedliche Ursachen haben. Daher muss zur Feststellung jeder Gesundheitsstörung oder Krankheit sowie zur Festlegung einer allfälligen Therapie eine entsprechend ausgebildete Gesundheitsfachperson beigezogen werden. Diese entscheidet im Einzelfall, ob und wie die beschriebenen Hausrezepte eingesetzt werden können.