Ratgeber / Gesundheit, Naturheilkunde

Was tun bei Verstopfung?

30.10.2019 / von 

Erleichtert verlassen die meisten das stille Örtchen. Aber für manche wird der Gang dorthin zur täglichen Qual. Sich einfach damit abfinden brauchen sie nicht.

Viele Gründe für Verstopfung

Für rund jede fünfte Person in unserer Bevölkerung ist der Gang zur Toilette zum Davonrennen. Der Stuhlgang ist für ihr Gefühl zu selten, zu hart oder schmerzhaft. Besonders belastend ist das, wenn es über lange Zeit immer wieder auftritt. Doch es gibt einiges, was Frau und Mann dagegen tun kann: Eine gesunde Lebensweise fördert die Darmgesundheit.

Viel trinken, viele Ballaststoffe in der Nahrung, viel Bewegung - das alles hilft für einen guten Rhythmus. Wer diese Punkte berücksichtigt, hat schon viel getan. Dennoch gibt es auch andere Ursachen wie eine Störung der darmregulierenden Nerven, welche die Passagezeit des Darminhaltes weit über die durchschnittlichen 72 Stunden hinaus verlängern. Damit oft verbunden ist das Gefühlsleben. Depressive Verstimmungen, Trauer, Ängste, Einsamkeit und Sinnlosigkeit spielen oft eine wichtige Rolle. Manchmal ist auch die Beckenbodenmuskulatur zu schwach oder funktioniert nicht richtig (Gefühl von «Blockade»).

Als weitere Ursachen kommen eine ganze Reihe von andern Erkrankungen infrage: hormonelle Störungen, Stoffwechselerkrankungen, Reizdarm oder anatomische Veränderungen. Das ist auch der Grund, warum eine monatelang andauernde chronische Verstopfung immer ärztlich abgeklärt werden sollte.

Abführmittel bei akuter Verstopfung

Wird jemand von einer Verstopfung geplagt, liegt der Griff zu Abführmitteln nahe. Diese Produkte, auch solche mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Sennesblätter, sind jedoch wenig sinnvoll gegen chronische Verstopfung. Sie machen den Darm höchstens zum «Wiederholungstäter». Sie entleeren den Darm zwar schnell und wirksam. Aber er verharrt in seiner Trägheit, füllt sich wieder auf und verstopft erneut. Die Folge ist, dass die Betroffenen zur nächsten, oft noch stärkeren Dosis greifen.

Viele Betroffene kommen für lange Zeit nicht mehr aus diesem Teufelskreis heraus und können ohne diese sogenannten Laxative gar nicht mehr funktionieren. Abführende Präparate, auch natürliche, sind also höchstens dann sinnvoll, wenn die Ursache der Verstopfung einmalig und klar ist: etwa Klimaveränderungen (grosse Höhe, Reisen) oder erzwungenes langes Liegen infolge Krankheit oder Unfall. Selbst in diesen Fällen sollten die Mittel höchstens ein- bis zweimal angewendet werden.

Bewegter Körper - bewegter Darm

Welche Faktoren auch immer zusammenkommen für das Entstehen einer Verstopfung: Bewegungsmangel ist fast immer einer der wichtigsten. Wir sitzen einfach zu viel herum: vor Bildschirmen, im Auto, beim Pendeln, in Restaurants, an Sitzungen etc. Kaum bringen wir aber Muskeln, Kreislauf und Atmung tüchtig in Schwung, schon meldet sich der Darm für eine erleichternde Entleerung.

Schon eine halbe Stunde zügiges Gehen genügt, um dem Darm auf die Sprünge zu helfen - wenn's die Fitness erlaubt, auch ein wenig bergauf. Die entscheidenden Faktoren heissen hier häufig und regelmässig, drei- oder mehrmals pro Woche, plus etwas mehr Alltagsbewegung wie Treppen steigen, putzen, zu Fuss einkaufen. Fast ebenso wichtig ist es, mindestens eineinhalb Liter zu trinken, am besten Wasser oder ungezuckerten Kräutertee.

Arbeit für den Darm

Das Beste, um wieder in einen normalen Darmentleerungsrhythmus zu kommen, sind ballaststoffreiche Lebensmittel und natürliche Quell- und Gleitmittel. Sie nehmen im Darm viel Wasser auf, quellen auf und regen so den Darm zu seinen natürlichen Bewegungen an. Gleichzeitig sondern die natürlichen Quellstoffe Schleimstoffe ab, die den Darminhalt besser vorwärtsgleiten lassen.

Am besten eignen sich dazu Flohsamen. Das sind winzige Samen einer bestimmten Spitzwegerich-Art. Sie wirken sich zudem positiv auf die Darmflora aus und verbessern den Stoffwechsel. Auch über Nacht in Wasser eingelegte Leinsamen, auf nüchternen Magen gegessen, haben eine ähnlich positive Wirkung. Unsere Fachpersonen kennen hervorragende fertige Produkte zur Darm-Regulierung auf dieser Basis. Werden diese mit genügend Flüssigkeit eingenommen, kommt der Darm bald ins Gleichgewicht. Viele Betroffene machen auch sehr gute Erfahrungen mit Säften auf Basis von Feigen, Trauben und Äpfeln.

Pflanzliche Unterstützung für die Verdauung

Was hat Naturheilkunde sonst noch zu bieten, um Ihren Darm in Schwung zu bringen? Unterstützend wirken zum Beispiel individuell gemischte Spagyrik-Sprays mit Essenzen aus bewährten Stoffwechsel-Heilpflanzen wie Kanadische Gelbwurz (Hydrastis), Mariendistel (Silybum marianum) und Bärlapp (Lycopodium). Ein solcher Spray ist einfach und angenehm in der Anwendung, da man lediglich ein paar Sprühstösse in den Mund geben muss.

Empfehlenswert sind auch zwei Salze aus dem Bereich der Schüssler-Regulationstherapie: das Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6, optimiert die Verteilung des Wassers im Körper, und die Nr. 10 Natrium sulfuricum D6, auch die «Schüssler-Müllabfuhr» genannt, weil es die Ausscheidungsfunktionen unterstützt und normalisiert. Mit einer geeigneten Auswahl dieser natürlichen Produkte steht Ihr Weg offen zurück zu einer dauerhaft normalen und kraftvollen Verdauungsfunktion.