Beine

Ratgeber / Gesundheit

Sprechstunde: Krämpfe in den Beinen

24.04.2026 / von 

«Nachdem ich Sport gemacht habe oder auf einer längeren Wanderung war, plagen mich abends oft unangenehme Wadenkrämpfe. Was kann ich dagegen tun?»

Corina Zacherl
Um Krämpfen vorzubeugen, rate ich dazu, die Muskulatur zu stärken und auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten.

Corina Zacherl

Dipl. Drogistin HF und Co-Betriebsleiterin

Als Soforthilfe-Massnahme empfehle ich das Dehnen der betroffenen Muskulatur. Bei Wadenkrämpfen kann man den Fuss in Richtung des Schienbeins ziehen. Ebenso hilfreich sind langsame Bewegungen oder Massagen, die den Muskel wieder lockern.

Magnesium hilft dabei, den Kalziumfluss in die Muskelzellen zu steuern. Das ist wichtig für die Durchblutung, die Muskelarbeit und die Weiterleitung von Signalen im Nervensystem. Beinkrämpfe können entstehen, wenn dem Körper wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium oder Natrium fehlen oder wenn man zu wenig getrunken hat. Auch eine Überlastung der Muskeln, eine schlechte Durchblutung oder eine ungünstige Körperhaltung können Krämpfe auslösen. Bei wiederkehrenden Krämpfen können Massagen mit z.B. Arnika-Öl dabei helfen, die Muskeln besser zu durchbluten.

Um Krämpfen vorzubeugen, rate ich dazu, die Muskulatur zu stärken und auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Für eine optimale Mineralstoff-Versorgung braucht es eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukten. Aufwärmübungen vor und Dehnen nach dem Sport unterstützen die Muskeln ebenfalls. Daneben sollten Sportlerinnen und Sportler genügend Regenerationszeit einplanen und die Intensität des Trainings anpassen. Wer Ausdauersport betreibt, sollte auch auf eine Zufuhr an Elektrolyten denken – ganz besonders an heissen Tagen.

Eine Magnesium-Einnahme empfiehlt sich bei Personen, die häufig unter Muskelkrämpfen leiden, Menschen, die regelmässig und intensiv Sport treiben, sowie stark schwitzenden Personen. Generell einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen hat der Körper bei Stress, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, in der Schwangerschaft und Stillzeit oder im höheren Alter.

Die Einnahme eines Magnesium-Supplements sollte über mehrere Wochen bis Monate erfolgen, speziell bei wiederkehrenden Beschwerden. Magnesium kann am Abend eingenommen werden, da es zur Entspannung beitragen kann. Magnesiumorotat und ganz generell sogenannte organische Magnesiumverbindungen eignen sich dafür besonders gut.