Ratgeber / Kind & Familie, Schönheit

Körperpflege in der Schwangerschaft

23.10.2019 / von 

Bereits unmittelbar nach der Befruchtung beginnen sich der Körper einer Frau und seine Bedürfnisse zu wandeln. Durch die Hormonumstellung wird die Haut trocken und beginnt zu spannen. Die Schwangerschaft verhilft manchen Frauen zu einem traumhaften Teint, andere dagegen haben mit fettiger, schuppiger oder unreiner Gesichtshaut zu kämpfen.

Die richtige Pflege

Die meisten herkömmlichen Seifen entziehen der Haut Fett und Feuchtigkeit, was sie zusätzlich austrocknet. Dies und die Spannung der Haut lösen Juckreiz aus und begünstigen die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen. Ideal sind daher pH-neutrale Produkte und Waschlotionen, die zusätzlich rückfettende Öle oder andere Stoffe enthalten. Rückfettende Vollbäder sind für Mamis in spe ebenfalls eine Wohltat. Doch Achtung: Die Wassertemperatur sollte nicht mehr als 38° betragen, damit der mütterliche Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Zudem kann das Ungeborene seine Körpertemperatur noch nicht regulieren und nimmt sonst zu viel Hitze von der Umgebung auf.

Parfumfrei ist angenehmer

Nach der Dusche braucht es eine reichhaltige Lotion. Weil in der Schwangerschaft nicht nur die Haut empfindlicher reagiert, sondern auch die Nase, sind parfumfreie Produkte zu empfehlen. Bei starkem Juckreiz hilft eine Creme mit Urea oder pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Hamamelis oder Ringelblume. Bei werdenden Müttern ist vieles anders und deshalb können auch bewährte und gut verträgliche Seifen und Cremes plötzlich Probleme machen. Daher sind Produkte ohne Emulgatoren, synthetische Duftstoffe und Parabene ratsam - also möglichst naturbelassene Erzeugnisse. Besonders stark beansprucht ist die Haut an Busen, Bauch, Po und Oberschenkeln. In diesen Regionen drohen Dehnungsstreifen. Es gibt spezielle Produkte zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen, die meist auf Jojoba-, Mandel- oder Weizenkeimöl basieren. Von Anfang an jeweils zwei- bis dreimal täglich angewendet, erhöhen diese Cremes, Lotionen und Öle die Elastizität der Haut und senken so die Wahrscheinlichkeit, dass Schwangerschaftsstreifen entstehen.

Frühzeitig eincremen

Ebenfalls hilfreich sind Massagen, kalt-warme Wechselduschen sowie Gymnastik. Tipp: Wer sich ein Baby wünscht, beginnt die  empfindlichen Hautareale am besten schon drei Monate vor dem geplanten Beginn der Schwangerschaft regelmässig einzucremen. So wird die Haut bereits vor der Dehnung geschmeidig. Genügend Schlaf und Erholung wirkt sich auch positiv auf die Haut aus, denn wenn man ausgeruht ist, sieht man das der Haut an. Zudem sollten Schwangere ausreichend trinken.

Keine Pigmentflecken

Pigmentstörungen sind in der Schwangerschaft normal und verschwinden in der Regel nach der Geburt. Trotzdem macht es Sinn, immer  einen Sunblocker oder eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor zur verwenden, denn mit einem Baby im Bauch bräunt die Haut schneller und unregelmässiger und bereits vorhandene Pigmentveränderungen können sich verstärken. Mit wachsendem Bauch treten überdies gerne Beinbeschwerden und Krampfadern auf. Vorbeugende Massnahmen sind: kühlende Gels oder eine Salbe mit Rosskastanienextrakt einreiben, warmkalte Wechselduschen, Verzicht auf einengende Kleider, Beine hochlagern, Gewichtskontrolle, genügend Bewegung sowie das Tragen von Kompressionsstrümpfen.