Ratgeber / Schönheit

Haarige Zeiten

26.10.2020 / von 

Bärte sind männlich, cool und immer noch sehr en vogue. Vorausgesetzt, sie sind nicht bloss eine Entschuldigung, sich morgens nicht rasieren zu müssen. Denn ein schöner Bart verlangt nach Aufmerksamkeit und Pflege.

Für Salvador Dalí war ein Mann ohne Schnurrbart nicht richtig angezogen. Obwohl der Schnauz in den letzten Jahren ein kleines Revival feierte, ist es heutzutage vielmehr der Bart, der den modernen Mann ziert.

 

Bartträger dürfen sich aber dennoch vom Surrealisten mit seinem expressionistischen Schnauz inspirieren lassen – zumindest von der Aufmerksamkeit, die er seiner Gesichtsbehaarung widmete. Denn eine tägliche Pflege ist essenziell und macht den Unterschied zwischen einem stilvollen Bart und Wildwuchs im Gesicht.

Tägliche Pflege

Der erste Punkt einer Bartpflege-Routine ist die Wäsche. Sie befreit den Bart von den Spuren des Tages, pflegt die Haare und die Haut darunter. Daniel Wechsler, eidg. dipl. Apotheker FPH und Betriebsleiter der DROPA Apotheke Bern, sagt: «Für die Reinigung verwenden Sie am besten ein spezielles Bartshampoo. Alternativ ist auch ein mildes Haarshampoo okay.» Wichtig ist es, ein Produkt mit einer schonenden Formulierung zu benutzen, damit der Eigentalg des Bartes nicht ausgewaschen wird. «Zu einer Bartseife sollten Sie nur greifen, wenn die Haare sehr stark verschmutzt sind oder wenn Sie beispielsweise Styling-Wachs auswaschen wollen.»

Damit die Haare schön glänzen, benützen Sie anschliessend ein nährendes Öl oder einen Balsam. So pflegen Sie auch die Haut unter dem Bart und beugen Juckreiz und Irritationen vor. «Wenn das nicht reicht, kann die Haut auch mit einer Bartbürste massiert werden», erklärt Daniel Wechsler. Je nach Länge des Bartes brauchen Sie die Bürste oder einen Kamm auch, um die Haare in die gewünschte Form zu bringen.

Regelmässig schneiden

Ein gepflegter Bart muss regelmässig in Form gebracht werden, je nach Bartform und Stärke des Haarwuchses alle fünf bis zehn Tage. Dazu eignen sich Trimmer, die sich auf verschiedene Schnittlängen einstellen lassen, Rasierhobel, quasi mechanische Rasierapparate mit klassisch-doppelseitigen Rasierklingen, sowie Bartscheren. Der Fachmann erklärt die Vor- und Nachteile: «Mit einem Trimmer geht es relativ schnell, das Ergebnis wird aber auch nicht sehr genau. Für eine präzise Rasur verwenden Sie einen Rasierhobel. Dazu massieren Sie zuerst etwas Bartöl in die Haare und lassen es zwei Minuten einwirken. Danach fahren Sie mit der Klinge des Hobels den Konturen nach und verbessern mit einer Bartschere, wenn das nötig ist.»

Wer noch nicht so geübt ist im Kürzen seines Bartes, kann auch einen Barber-Shop aufsuchen und sich die Handgriffe bei den Profis abschauen.