Ratgeber / Schönheit

Damit die Farbe passt

16.03.2020 / von 

Wir werden grün vor Neid, weiss wie eine Wand, sehen rot oder ärgern uns grün und blau. Farben symbolisieren aber nicht nur Emotionen, sie haben auch einen Einfluss auf unser Aussehen.

Die Farbentyplehre

Farben von Make-up, Bekleidung und Accessoires können uns frischer und dynamischer aussehen lassen – oder aber auch müde und fahl, je nachdem, ob sie uns stehen oder nicht. Um die Wirkung der Farben zu verstehen, hilft ein kurzer Exkurs in die Farbtypenlehre. Sie besagt, dass jeder Mensch je nach Hautton, Augen- und Haarfarbe einem bestimmten Farbtyp entspricht.

«Vereinfacht kann man sagen, dass es kalttonige und warmtonige Farbtypen gibt», sagt die Imageberaterin Andrea Fisch, die beim Schweizer Fachverband Farb-, Stil- und Imageberatung als Ausbilderin tätig ist. «Passend zu diesem Unterton der Haut, sollte auch der Unterton der Farben, die man trägt, warm oder kalt sein. Das gilt für Kleider genauso wie fürs Make-up.»

 

Die Farbpalette der Jahreszeiten

Die Farbtypenlehre unterscheidet die warmtonigen und die kalttonigen Typen in vier Jahreszeiten. Einfluss darauf haben Augen- und Haarfarbe, der Teint und individuelle Farbvorlieben. Um herauszufinden, welcher Jahreszeiten-Typ Sie sind, ist eine professionelle Farbberatung zu empfehlen.

Dem Frühlings- und Herbsttyp stehen warmtonige Farben. Den Sommer- und Wintertyp lassen kalttonige Farben frisch aussehen. Für ein vitales Aussehen sollte die Kleidung, die Ihrem Gesicht am nächsten ist – also Bluse, Pulli oder Jacke –, zu Ihrem persönlichen Farbtyp passen. «So wirkt der Teint strahlender und das persönliche Farbkolorit wird unterstrichen», ergänzt Andrea Fisch.

 

Komplementärfarben für leuchtende Augen

Nicht nur die Kleider, sondern auch das Make-up sollte Ihrem Farbschema entsprechen, wobei die Augenfarbe bei der Wahl eines passenden Lidschattens natürlich auch eine grosse Rolle spielt. Wählen Sie diesen nicht Ton in Ton. Besser sind Komplementärfarben, sie lassen die Augen besonders ausdrucksstark und intensiv strahlen.

Komplementärfarben sind Farbenpaare, die sich im Farbkreis genau gegenüberstehen. Bei grünen Augen also beispielsweise Violetttöne, bei braunen Blautöne und bei blauen Brauntöne.

 

Eine Frage der Form

Neben der Farbe hat auch die Form der Augen einen Einfluss darauf, wie sie geschminkt werden sollten. Andrea Fisch, die auch eine Ausbildung als Visagistin hat, erklärt: «Grundsätzlich gilt: hell hebt hervor, dunkel setzt zurück. Kleine Augen sollten deshalb nicht mit einem Kajal eingerahmt werden, denn er lässt sie kleiner erscheinen. Lidschatten hingegen, der nicht zu dunkel ist und schön verblendet wird, vergrössert das Auge. Wer grosse Augen hat, kann sie rundum schön dunkel konturieren, das verleiht ihnen Tiefe.»

 

Und die Lippen?

Auch bei der Wahl des perfekten Lippenstifts ist Sorgfalt gefragt. Dabei kommt es nicht nur auf die Haut- und Haarfarbe, sondern auch auf die Farbe der Lippen an. Der sogenannte Haut-Unterton spielt ebenso eine Rolle bei der Suche nach der passenden Farbe. Frauen mit kaltem Unterton greifen besser zu kühlen, blaustichigen Lippenstiftfarben, beispielsweise einem Dunkelrot oder Violett, während sich für warme Hauttypen eher wärmere Töne wie Orange, Lachs oder Apricot eignen.

Bunte Farben symbolisieren oft auch Freude – und die sollte beim Styling nie zu kurz kommen. Spielen Sie mit den Möglichkeiten, die Farben Ihnen bieten. Ohne sie wäre die Welt nur halb so schön. Auch in der Drogerie und Apotheke berät man Sie individuell und ganz persönlich über Farben von Lidschatten, Lippenstift und Co. Zudem können Sie das empfohlene Make-up vor Ort ausprobieren. So kann man sich auch eine mutigere Farbe oder einen neuen Farbton auftragen lassen und schauen, ob er einem gefällt.

Welcher Hautton-Typ sind Sie?

In Ihrer Drogerie hat man dafür einfache Tricks: Einmal lässt sich das mit einem Blick auf Ihr Handgelenk herausfinden. Schimmern Ihre Adern eher blau oder violett durch, sind Sie ein kühler Farbtyp, wenn sie grünlich oder oliv sind, haben Sie einen warmen Hautunterton. Eine andere Möglichkeit ist, sich bei Tageslicht vor den Spiegel zu stellen und abwechselnd ein grosses Stück Alufolie und ein ebenso grosses Stück Goldpapier neben Ihr Gesicht zu halten. Lässt das goldene Papier Sie frisch erscheinen, haben Sie einen warmen Unterton. Wirkt Ihr Teint mit dem Silberpapier strahlender, dann sind Sie ein kalter Farbtyp.